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Fragen & Antworten

Sind individuelle Anwendungen mit STAR zeit- und kostenökonomisch vertretbar?

STAR ist ein Datenbank- und Anwendungsentwicklungssystem, das für bestimmte Aufgaben durch zahlreiche Sonderfunktionen besser geeignet ist als jedes Standard RDBMS. Entwicklungen, auch komplexer Anwendungen, sind ohne Programmierarbeiten möglich und können daher von Anwendungsexperten ohne Unterstützung von teuren Computerexperten durchgeführt werden. Auf die Programmierung zusätzlicher Softwaresysteme, z.B. Suchmaschinen oder Reportgeneratoren, kann ganz verzichtet werden, da diese Funktionen elementare Bestandteile des STAR Systems sind. In Tagen oder Wochen können Anwendungen entwickelt werden, für die man mit herkömmlicher Programmierumgebung Mannmonate oder Mannjahre veranschlagen muss. Dies gilt jedoch nur für bestimmte Anwendungen.

Für welche Anwendungen ist STAR besonders geeignet und warum?

STAR wurde in der Tradition der frühen Datenbank-Host-Systeme entwickelt, um Informationsspezialisten eigene in-house Retrievalsysteme zu ermöglichen. Von Anfang an war das Ziel, diese Anwendungsexperten unabhängig von Programmierern zu machen. Als Datenmodell, das intelligente und schnelle Suchen ermöglichte, wurde die Technik sog. Invertierter Listen eingesetzt, die dem Relationalen Modell weit überlegen war. Anders als kaufmännische Anwendungen, die mit festen Feldlängen arbeiten und eine fest definierte Anzahl von Feldwiederholungen (z.B. x Autoren) zulassen, waren solche Einschränkungen bei typischen STAR-Anwendern unerwünscht. Beliebig viele Felder mussten von variabler, beliebiger Länge, die Zahl der Feldwiederholungen unbegrenzt und deren Unterfelder variabel und wiederholbar sein. Typische Anwendungen, die auf solche Eigenschaften nicht verzichten konnten, waren Bibliotheken, Dokumentationszentralen, IuD-Stellen, Museen und Archive. Die Datenbankstrukturen mussten auch hierarchisch sein und automatische Pflege aller abhängigen Ebenen gewährleisten, eine Eigenschaft, die z.B. bei der Pflege multihierarchischer Thesauri unabdingbar ist.

Wie kann ein vorhandener Thesaurus in eine STAR-Anwendung integriert werden?

STAR/Thesaurus ist eine Standardanwendung, die Aufbau und Pflege beliebiger Thesauri ermöglicht, die den internationalen Normen für den Aufbau multi-hierarchischer Thesauri folgt.Der vorhandene Kundenthesaurus wird durch Standardfilter in ein ladbares Format gebracht. Dann werden die Anwendungsregeln für Deskriptoren und Nichtdeskriptoren festgelegt und in STAR/Thesaurus definiert. Zum Beispiel könnte ein neuer Deskriptor abgelehnt oder akzeptiert werden, wobei die daraus resultierenden logischen Schritte (Anlegen eines neuen Deskriptorsatzes und Anlegen aller verknüpfungen in der Hierarchie) automatisch erfolgen. In allen STAR-Anwendungen, Standard oder Exklusiv, kann dieser Thesaurus bei der Eingabe (Validierung), bei der Suche (hierarchisch) oder bei der Ausgabe (Darstellung des Deskriptorbaumes) berücksichtigt werden. Es können beliebig viele Thesauri integriert werden.
     
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